Zwei Siege zum Saisonabschluss

Bei sehr guten äußeren Bedingungen war der Lauffener Ruderclub am Wochenende bei der Würzburger Bocksbeutel-Regatta über 4500 Meter am Start und kehrte mit zwei Siegen zurück. Dabei waren ausschließlich die Masters. Als erstes ging der Renngemeinschafts-Masters-Achter Mindestdurchschnittsalter (MDA) 60 an den Start. In der Besetzung Martin Weise, Hermann Maurer, Nils Möller, Peter Friebe, Michael Schaaf, Peter Dominke, Gerhard Vollmer (Heilbronner Ruderschwaben), Rolf Eberbach und Steuermann Thomas Fritsche. Nach einem sehr guten Rennen kam das Boot auf Platz zwei. Noch besser machte es Werner Rösch mit seiner Renngemeinschaftscrew Werner Busch (Krefeld), Werner Gläser (Limburg) und Ernst Rühl (Wetzlar). Sie kam zu einem klaren Sieg im Masters Doppelvierer MDA 75. Zum Abschluss gab es noch einen Sieg im Masters Gig-Doppelvierer MDA 50 für Thomas Lindenmann in Renngemeinschaft mit Schweinfurt und Deggendorf.

Medaillenregen für Werner Rösch

Mit vier Goldmedaillen kehrte Werner Rösch vom Lauffener Ruderclub von den FISA World Masters aus Sarasota, Florida, zurück. Gerudert wurde auf der Regattastrecke im Nathan Benderson Park, wo 2017 die Weltmeisterschaften der Aktiven stattfanden. Rund 2000 Teilnehmer aus 49 Nationen im Alter von 27 bis 85 Jahren kämpften bei schwierigen Bedingungen 35 Grad, 90 Prozent Luftfeuchtigkeit und starker Seitenwind  in 1000-Meter-Rennen um die Siege in den verschiedenen Boots- und Altersklassen. Ein noch größeres Handicap für Rösch und seine Mannschaft: Das Bootsmaterial musste ausgeliehen werden. Drei der vier Siege erkämpfte Rösch sich im Vierer mit Wilhelm Dieter aus Tübingen, Ernst Rühl aus Wetzlar und Werner Busch aus Krefeld. Seit 20 Jahren sind die zwei Siebziger und zwei Achtziger der internationale Maßstab in ihren Altersklassen und gewinnen, wo sie auch antreten, selbst in jüngeren Altersklassen.  Im Eröffnungsrennen, Doppelvierer Mindestdurchschnittsalter (MDA) 65 Jahre, rechnete man sich nichts aus, aber in einem äußerst harten Rennen bis zur Ziellinie gab es unerwartet den ersten Sieg für das Quartett.   Nur 75 Minuten später gingen Dieter und Rösch in ihrem Hauptrennen Doppelzweier MDA 70 an den Start. Bis zur 500-Meter-Marke verteidigten sie ihre Führung, dann zogen die USA langsam vorbei und kamen zu einem knappen Sieg. Am Ende stand Platz zwei, weit vor dem restlichen Feld. Am nächsten Tag, beim Doppelvierer MDA 70, war es nicht ganz so hart. Mit einer Länge Vorsprung setzte sich der Rösch-Vierer durch. Wieder nur 75 Minuten später gingen dann Busch/Rösch im Doppelzweier MDA 75 an den Start. Bis zur 500-Meter-Marke konnten die Gegner noch mithalten, dann zog die Renngemeinschaft Lauffen/Krefeld davon. Mit gutem Gefühl ging es zum letzten Rennen im Doppelvierer MDA 75. Das deutsche Team war klarer Favorit, allerdings wurde es schwerer als gedacht. Am Ende verteidigte der Rösch-Vierer eine Länge Vorsprung bis ins Ziel.

Sieben Siege in Marbach

Mit 7 Siegen bei 14 Starts erreichten die Lauffener Ruderer auf der Marbacher Sprintregatta eine 50%-ige Chancenauswertung. Bei schönem Herbstwetter fand in der Schillerstadt die letzte Regatta dieses Jahr über die Sprintdistanz von 500 Metern statt. Den ersten Sieg fuhren Nils Möller und Thomas Lindenmann im Masters-Männer-Doppelzweier MDA 50 ein. Aufgrund eines „TKOs“, wie in der Boxersprache üblich, konnte der Sieg am Sonntag leider nicht wiederholt werden. Weiter ging es mit dem Sieg von Jonas Lindenmann im Jungen-Einer 12 Jahre und jünger, den Jonas am Sonntag wiederholte. Auch Thomas Lindenmann verbuchte für den LRCN an beiden Tagen zwei weitere Siege im Masters-Männer-Einer MDA 50. Jan Eberbach sorgte im Jungen-Einer 14 Jahre sowie Jonas Löw im Junioren-Einer-A am Sonntag für weitere Erfolge. Leer ausgehen musste leider Jan Lägler im Leichtgewichts-Einer 13 Jahre, der in einem aussichtsreichen Rennen einen „Krebs“ fing. Auch im Leichtgewichts-Jungen-Doppelzweier 12/13 zusammen mit Jonas Lindenmann reichte es nicht zum Sieg.

Erfolge in Bad Waldsee

Mit drei Siegen im Gepäck kehrte der Lauffener Ruderclub „Neckar“ von der Regatta in Bad Waldsee zurück. Gerudert wurde über die Sprintdistanz von 500 Metern auf sechs Startbahnen. Am Sonntag sorgte der Herbststurm mit heftigen Windböen für schwerste Ruderbedingungen auf dem sonst idyllisch gelegen Stadtsee. Trotzen konnte diesen widrigen Bedingungen der Nachwuchsruderer Jonas Lindenmann, der seinen ersten Sieg im Jungen-Einer 12 Jahre und jünger feierte. Die beiden anderen Siege gingen auf das Konto der zum ersten Mal zusammen startenden Ruderer Nils Möller und Thomas Lindenmann im Masters-Männer-Doppelzweier MDA 50. Jonas trat an beiden Tagen auch zusammen mit Jan Lägler im Leichtgewichts-Jungen-Doppelzweier 12/13 Jahre an. Dort erkämpften Sie jeweils einen respektablen zweiten Platz. Ebenfalls den zweiten Platz erruderte sich Jan Lägler im Leichtgewichts-Einer 13 Jahre. Am Start war auch Jan Eberbach im Jungen-Einer 14 Jahre. Gegen harte Konkurrenz mit dem amtierenden Landesmeister sprang am Samstag ein dritter und am Sonntag ein vierter Platz heraus. Thomas Lindenmann absolvierte an beiden Tagen noch den Masters-Männer-Einer MDA 50. Gegen starke Kontrahenten reichte es zu zwei zweiten Plätzen.