Pokale für die Trainingsfleißigsten

Auch wenn den Aktiven des Lauffener Ruderclubs aufgrund der Corona-Pandemie einige Beschränkungen im Trainingsbetrieb auferlegt wurden, gab es doch eine Reihe von Mitgliedern, die auf eine stattliche Zahl von Trainingskilometern kamen. 77 Ruderinnen und Ruderer absolvierten bei 1164 Fahrten in 36 Booten 30 231 Mannschaftskilometer, das sind rund 9000 weniger als im Vorjahr. Bei den Juniorinnen kam keine auf 100 Kilometer, weshalb es hier keine Kilometersiegerin gibt. In den anderen Kategorien gibt es die Wanderpokale auch in diesem Jahr. Trainingsfleißigster Junior war Jonas Lindenmann mit 705 Kilometern vor Jan Eberbach (607) und Max Otto König (178). Bei den Frauen ist die Siegerin Daniela Schaaf mit 1290 Kilometern vor Ulla Wenninger (1175) und Jo Ann Feimer (884). Bei den Männern hat erneut Werner Rösch die meisten Kilometer hinter sich gebracht: 2923. Zweiter wurde Thomas Lindenmann (2262) vor Michael Schaaf (1738). Da die Lauffener Ruderer im Corona-Jahr nur auf drei Regatten waren, ist die Siegerliste diesmal recht kurz. Im März ging Peter Friebe in Mendoza in Argentinien an den Start und fuhr in einem Renngemeinschaftszweier zweimal als Sieger über die Ziellinie. Beim Rhein-Marathon im Herbst erkämpften sich Daniela und Michael Schaaf zusammen mit Ulla und Achim Wenninger nebst Steuermann Wolfram Schildhauer einen hervorragenden zweiten Platz. Oliver Milosevic belegte bei der Nürtinger Herbstregatta in einem Renngemeinschaftsvierer Platz zwei.

Abrudern mit Wanderfahrt

Mit einer Wanderfahrt nach Besigheim beendete der Lauffener Ruderclub am Sonntag, 25. Oktober, die Saison 2020. Zu diesem traditionellen Abrudern trafen sich 17 Mitglieder von zwölf bis 75 Jahren am Bootshaus. Gegen 10 Uhr legten drei Vierer und ein Fünfer ab. Es ging den Neckar flussaufwärts bis zur Enzmündung, wo einige Fotos geschossen wurden. Nach 22 geruderten Kilometern legten die vier Boote gegen 12 Uhr wieder am heimischen Steg an. Bernd Rietz hatte schon den Grill angeworfen. Die Würste wurden bei wunderbarem Wetter vor dem Bootshaus verspeist. Coronabedingt war es ein etwas anderes Abrudern – ohne Auffahrt der LRCN-Flotte vor dem Bootshaus – für eine Saison, die eigentlich gar nicht stattgefunden hat.

Rheinmarathon 2020

Als eine der wenigen Regatten in diesem „speziellen“ Jahr durfte der Rheinmarathon am 3. Oktober stattfinden, wenn auch unter strengen Auflagen und mit stark eingeschränktem Rahmenprogramm. Zum zweiten Mal wagten wir, Achim und Ulla Wenninger sowie Michael und Daniela Schaaf, uns im Mix-Gig Doppelvierer auf die 42,8 km lange Strecke von Leverkusen nach Düsseldorf. Ebenfalls aufgrund der Corona-Auflagen konnten wir erst ab Anfang Juli als Mannschaft zusammen trainieren. Wolfram Schildhauer, unser Trainer, hat in der verbleibenden Zeit alles gegeben, um uns sowohl technisch als auch konditionell auf Vordermann zu bringen. Keine leichte Aufgabe, da wir alle das Rudern erst im „reiferen Alter“ erlernt haben und beim Marathon auch gegen Mannschaften aus langjährig erfahrenen Regattaruderern und Renngemeinschaften antreten sollten! Unser Trainingsfleiß wurde belohnt: Mit einer Zeit von 2:29:49 erzielten wir in der Altersklasse MDA 55 den zweiten Platz hinter den Siegern vom Vorjahr und durften auf das Treppchen! In der Sonderwertung der schnellsten Mixed Boote landeten wir auf Platz 7 von 19 gewerteten Booten. Wolfram hat uns als Steuermann begleitet und uns nicht nur souverän zwischen den vielen Frachtern hindurch manövriert, sondern auch ermuntert und angefeuert, wenn Kraft und Konzentration nachließen und dafür gesorgt, dass wir rasch unseren Rhythmus wiederfanden, wenn die Rheinwellen uns durcheinandergewirbelt haben. Wir haben uns als Mannschaft wacker geschlagen und freuen uns riesig über das Ergebnis!

Brief des Vorstandes

Liebe Mitglieder des Lauffener Ruderclubs,

eigentlich wollten wir uns wie jedes Jahr im November zur Herbstfeier in der Stadthalle Lauffen treffen, doch die Corona-Pandemie mit derzeit wieder steigenden Fallzahlen macht auch uns einen Strich durch die Rechnung. Schweren Herzens müssen wir unsere Traditionsveranstaltung absagen. Natürlich hoffen wir, dass sich die Lage im nächsten Jahr wieder entspannt und wir alle langsam zur Normalität zurückkehren können, doch bis dahin wollen wir niemanden einer Gesundheitsgefährdung aussetzen. Die Vorstandschaft wünscht allen beste Gesundheit, verbunden mit der Hoffnung, dass wir uns bereits beim Anrudern 2021 wiedersehen können, auf alle Fälle aber bei der Herbstfeier im November 2021.